Die in Starnberg geborene Sopranistin Antonia Gust wirkte schon seit der Schulzeit in verschiedenen Chören mit, erhielt mit zehn Jahren Klavierunterricht, später Jazz-Klavier und war Gesangssolistin in verschiedenen Bigband-Formationen.
Desweiteren war sie Leistungssportlerin im Eiskunstlauf solo und erhielt dadurch auch eine tänzerische Grundausbildung in Ballett, Jazz- und Modern Dance sowie Standard und Latein.
Mit fünfzehn Jahren begann sie ihre private Gesangsausbildung begleitet von mehrfachen solistischen Auftritten im Schulbereich. Nach dem Abitur und zwei Semestern Studium der Rechtswissenschaften an der Uni Tübingen studierte sie bis 2003 Gesang an der Musikhochschule Mannheim bei Prof. A. Ramirez und bei Prof. S. Stamenkovic. Dort schloss sie das Studium mit dem Gesangslehrerdiplom erfolgreich ab.
2001 war sie Solistin an der Jungen Oper der Staatsoper Stuttgart in der Produktion von G. Schedls Kinderoper „Der Schweinehirt“, daraufhin war sie auch bis Januar 2004 Mitglied im Extrachor der Staatsoper Stuttgart, wo sie unter anderem in Richard Wagners „Rienzi“ und „Meistersinger“ mitwirkte.
Im Konzertbereich trat sie als Sopransolistin mehrfach in Werken wie Mozarts „Requiem“, Brahms’ „Ein deutsches Requiem“, F. Mendelssohn-Bartholdys „Elias“, G. Verdis „Messa da Requiem“, Beethovens "Missa Solemnis" und Duruflés "Requiem" auf.
Auch im Bereich Kunstlied präsentierte sie sich mit verschiedenen Liedprogrammen wie Dvoraks „Biblische Lieder“, F. Martins „Trois Chants de Noël“, Wagners "Wesendonk-Lieder", Liedern nach Texten von Eduard Mörike (Wolf, Brahms, Pfitzner), Liedern französischer Komponisten (Fauré, Duparc, Ravel, Debussy, Berlioz), Liedern von R. Strauss und M. de Fallas „Siete canciones populares españolas“.
Seit 2003 setzte sie ihre Ausbildung im Aufbaustudium bei Prof. Thomas Mohr an der Hochschule für Künste Bremen fort. Seitdem war sie auf der Bühne als Zerbinetta (Vorspiel zu „Ariadne auf Naxos“ – R. Strauss), Agafja („Die Heirat“ – B. Martinu), Prinzessin („Dornröschen“ – O. Respighi; „L'Enfant et les Sortilèges“ - M. Ravel), Maguerite („Faust“ - Ch. Gounod) und Rosalinde („Die Fledermaus“ – J. Strauß jun.) zu hören. Im Februar 2006 schloss sie das Studium mit der Diplomprüfung für Künstlerische Ausbildung ab, worauf sich ein Engagement als Brünnhilde in einer Produktion des Deutsch-Französischen Forums junger Kunst Bayreuth „Der Ring an einem Abend“ (R. Wagner; Bearbeitung: David Seaman) unter der Leitung von Philippe Arlaud und Nicolaus Richter im Sommer 2006 anschloss.
Sie absolvierte erfolgreich Meisterkurse bei Kurt Widmer, Anna Reynolds, KS Prof. Siegfried Jerusalem und KS Inga Nielsen und war Finalistin mehrerer int. Wettbewerbe, dazu im Semifinale des int. Francisco-Vinas-Wettbewerbes in Barcelona 2009. Sie war Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes 2006. Seitdem wird sie auch weiterhin vom Richard-Wagner-Verband Bremen unterstützt. Zur Zeit vervollständigt sie ihre Studien im jugendlich-dramatischen Fach bei Eva Lindqvist in Wien und ist dort und an weiteren Orten in diversen Konzerten zu hören.